biographie




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Barbara Weigel, geboren 1965 in Augsburg, studierte Modedesign und Fotografie in Florenz und angewandte Theaterwissenschaft am D.A.M.S. in Bologna.
Mit Schwerpunkt experimentelle Dramaturgie und Videoediting, arbeitet sie als freiberufliche Dramaturgin und Videodesignerin für Theater, Tanz, Oper und im Kunstkontext in Italien, Deutschland, Frankreich.

Sie beginnt ihre Theaterlaufbahn als Regieassistentin, später Dramaturgin für Theater und Tanztheater bei Schlüsselfiguren der italienischen Postavantgarde wie dem Regisseur Federico Tiezzi und dem Choreographen Virgilio Sieni zusammen, für den sie manchmal auch das Kostümbild übernimmt. Engagements als Dramaturgin und gelegentlich auch Videodesignerin u.a. bei Alfonso Santagata / Compagnia Katzenmacher und dem Theaterperformer Roberto Latini folgen. Von 2008-2010 am Teatro Metastasio Stabile della Toscana ist sie u.a. Regieassistentin und Dramaturgin für Bruce Myers, Marco Martinelli, Marco Bagliani, Roberto Barni u.a.. Sie verfasst ortsbezogene Texte. für die Adaptation der Oper Surrogate Cities von Heiner Goebbels mit David Moss (Nürnberg, 2000) und für die Inszenierung von Brechts „Die Mutter“ in der Textilregion um Prato, die Federico Tiezzi von 2008-2009 inszeniert. In München ist sie zwischen 2000 - 2003 am Neuen Theater / i-camp Dramaturgin für neue Theaterformen.

In internationalen Opernproduktionen war sie als Dramaturgin von 2009 − 2013 in Zusammenarbeit mit Federico Tiezzi an der Staatsoper Berlin (Simon Boccanegra, mit Placido Domingo) und mit dem französischen Regisseur Vincent Boussard und dessen Team (Vincent Lemaire, Christian Lacroix und Guido Levi) an der Hamburgischen Staatsoper, am Theater an der Wien, dem Grand Théâtre de Luxembourg, der Opéra du Rhin in Strassburg und beim Festival in Aix en Provence tätig. Einige der Inszenierungen wurden von Arte / Arthaus verfilmt. Für die meisten Produktionen mit Boussard übernahm sie auch das Videodesign.

Sie unterrichtete Dramaturgie und Theateranthropologie als Lehrbeauftragte der Universität Leipzig am Institut für Theaterwissenschaft (1998-2001). Von 2007 - 2009 koordinierte sie eine Masterclass für junge Schauspieler am Teatro Stabile della Toscana und unterrichtete dort zeitgenössische Dramaturgie.

Neben der Tätigkeit im Theater hat Barbara Weigel immer auch mit Film und Video experimentiert und gearbeitet. Sie produzierte Kurzdokumentationen, Musikvideos, Animationsfilme, Zuspielungen für Theater und Oper. Seit 2017 realisiert sie Videoskulpturen.
Eine Langzeitdokumentation über eine Kleinstadt in der Textilregion um Florenz, die noch nach den Prinzipien der Arbeiterbewegung um 1900 funktioniert, ist derzeit in Produktion.









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